Maultiere und Pferde

Unsere Mulis und Pferde leben im Herdenverband ganzjährig im Offenstall und wenn's das Wetter zulässt auf den Weiden.

Die Gruppe ist bunt durchmischt - von Polli, dem Shetland-Maultier bis zu Faramir, dem grossen Shagya Araber.
Fast alle unserer Tiere haben eine bewegte Geschichte hinter sich.
Mit Rinaldo, unserem ersten Maultier, hat die Story begonnen...

Rinaldo (1984-2013) & Daisy beim Tannenbaumtragen
Rinaldo (1984-2013) & Daisy beim Tannenbaumtragen

Suleika - sie wurde diesen Frühling 30 Jahre alt und erfreut sich guter Gesundheit...

 

"Suli" hat in ihrem langen Leben die ganze Schweiz bereist, landete mal hier, mal da. Sie verdiente ihr Heu als Trekkingtier in verschiedenen Ställen. Die vorletzte Station war in Wassen - dort wurde sie vom Tierschutz beschlagnahmt, es kaufte sie eine Stiftung, von welcher sie in einen weiteren, jedoch seriös geführten Trekkingstall verkauft wurde. So verbrachte sie einige Zeit, unterwegs auf Goldgräber-Pfaden, mit bis zu 120 Kilo beladen im Emmental bevor sie zu uns kam.

 

Ihr strenges Leben äusserte sich darin, dass sie am Anfang kaum zum Laufen zu bewegen war. Sie hatte beschlossen, ihre Kräfte so sehr einzuteilen, dass sie nur noch im Schneckentempo unterwegs war. Mit den Jahren gab sich diese Taktik als sie merkte, dass die Zeit der kräftezehrenden Touren vorbei ist.

Indy ist der Herdenchef und ein charakterstarkes Pferd, welches leider gelernt hatte, gegen Menschen zu kämpfen. In seiner Situation hätten die meisten Pferde resigniert und sich unterworfen, er hingegen wehrte sich mit allen Mitteln gegen die ungerechte Behandlung. Dies wäre ihm beinahe zum Verhängnis geworden, hätte eine seiner Vorbesitzerinnen nicht interveniert und ihn freigekauft.


Mit einiger Geduld und pferdegerechtem Umgang konnte Indy sich hier zu einem stolzen und freundlichen Pferd "zurückentwickeln".

Sissi ist ein Freibergermuli, kam als Fohlen mit anderhalb Jahren zu uns. Sie hat keine traumatische Vorgeschichte, wurde aber wegen eines Todesfalls zum Verkauf ausgeschrieben und sollte eigentlich nach Deutschland übersiedeln.

Da dies nicht klappte und ihre Zukunft ungewiss war, kam sie zu uns. Sie lebte dann bis 3-jährig auf der Fohlenweide bevor sie in die Herde integriert wurde.

 

 

Sissi und Polli beim Wettrennen im Schnee
Sissi und Polli beim Wettrennen im Schnee

Polli ist ein sogenannter "Weideunfall" - ein unerwünschtes Zufallsprodukt aus einer Shetland-Zuchtponystute und einem augebüxten Eselhengst. Das Ganze hatte sich in Deutschland abgespielt- die Stute kam trächtig in die Schweiz und heraus kam unser Polli. Sie sollte so rasch als möglich verschwinden, wurde nicht nett behandelt und isoliert gehalten, sollte zum Schlachter, bis wir sie schliesslich auf einen Hilferuf hin übernehmen konnten als kleines Fohlen. Heute ist sie Zweitjüngste und Co-Chefin der Truppe.

 

Faramir ist ein Shagya-Araber und gehört Dominic Mauch.

Daisy ist ebenfalls ein "Weideunfall" - die Verwunderung war vermutlich noch grösser als bei Polli, denn ihre Mutter ist eine Andalusier-Stute.

Als Maskottchen lebte sie in Deutschlad in einem Pensionsstall, bevor Natascha Tschudi sie übernahm und zum Therapie-Muli ausbildete.